AEK startet neue Phase (15.02.2010)
Martin Lohmann, Sprecher des Arbeitskreises Engagierter
Katholiken (AEK) für die CDU, erklärt in eigener AEK-
Angelegenheit:
“Nach einer guten gemeinsamen Startphase als AEK in der
CDU und in der CSU wird die Zusammenarbeit zwischen den
Parteifreunden beider Schwesterparteien neu strukturiert, um
– wie geplant – der Selbständigkeit beider C-Parteien
Rechnung zu tragen. Die Freunde aus der CSU werden künftig
als CSK (ChristSoziale Katholiken) eine von der Parteifüh-
rung unterstützte Katholiken-Kommission in Bayern bilden. Die
in den anderen 15 deutschen Ländern bestehende Arbeit des
AEK geht zugleich in eine neue Phase, in der Orts-, Kreis- und
Landesgruppen offiziell gegründet werden. AEK und CSK
werden trotz unterschiedlicher Vorgehensweise und Struktu-
ren auf der Grundlage bisheriger guter Erfahrungen aus drei
Monaten eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Beiden
Initiativen geht es um die Profilierung des „C“ in ihrer jeweili-
gen Partei und die Verstärkung der katholischen Stimme in der
Politik. Die einen machen dies auf bundesdeutsche, die
anderen auf bayerische Art.
Mit diesem Schritt der aus unserer Sicht ganz normalen
Differenzierung in CDU-AEK und CSU-CSK entsprechen wir
der Tatsache, dass CDU und CSU unterschiedlich aufgestellt
und jeweils eigenständig sind. Da die CSU im Unterschied zur
CDU ein eingetragener Verein ist, gelten hier andere Regeln.
Zudem erscheint die innerparteiliche Auftrags- und Aktions-
lage eine andere. Es ist erfreulich, dass die berechtigten
Anliegen des AEK, so wie sie in den ersten drei Monaten seit
der Gründung am 15. November 2009 sichtbar wurden, positiv
von der CSU-Parteispitze aufgegriffen und unterstützt werden.
Wir vom AEK freuen uns auch deshalb besonders auf das
angekündigte Gespräch mit unserer Parteivorsitzenden, um
endlich die Gelegenheit zu haben, sie aus erster Hand zu
informieren über unsere basisdemokratische Initiative aus der
Mitte der Partei und der Gesellschaft. Als mündige und demo-
kratische Katholiken erwarten wir sehr bald eine Terminierung
dieses Gespräches, das für das erste Quartal des Jahres
angekündigt worden war. Wir gehen davon aus, dass dieses
Gespräch Möglichkeiten eines weiteren und gemeinsamen
Profilierungsengagements im Sinne unserer Partei eröffnet.”
Linkstrend stoppen: AEK beteiligt sich an
“Manifest gegen den Linkstrend” (14.02.2010)
Die Kritik an der im Januar 2010 verabschiedeten
“Berliner
Anzeige in FAS und WamS haben nunmehr unter Initiative von
Rechtsanwalt Friedrich-Wilhelm Siebecke, ehem. Richter des
CDU-Bundesparteigerichts, konservative Intellektuelle ein
Diese reagieren auf den Linkskurs der CDU, die mit der
systematischen "Öffnung nach Links" nach neuen
Wählerschichten suche. Hierdurch würden “allerdings die
Grundsätze der Partei, das Fundament aus christlich-
konservativen und marktwirtschaftlichen Positionen zugunsten
eines immer beliebigeren stromlinienförmigen Kurses
aufgegeben”. Zu den Erstunterzeichnern zählt auch AEK-
Sprecher Martin Lohmann. Politiker des CSK unterstützen die
neue Initiative bisher nicht.
Nähere Informationen zu dieser vielversprechenden Initiative
Die CDU-Mitglieder des AEK-Gründungskomitees erklären
hierzu am 17.02.2010 u.a.:
Die beiden CSU-Abgeordneten haben sich vom AEK abgespalten, weil sie in
ihrer als Verein organisierten Partei einen von der CSU-Spitze ausdrücklich
genehmigten Gesprächszirkel als Katholiken-Kommission gründen wollen.
Von den rund 110 bayerischen Unterstützern des AEK hat Herr Goppel etwa
80 übernommen. Nicht der AEK mit seinen mehr als 1000 Mitgliedern hat
sich gespalten, sondern die beiden CSU-Gründungsmitglie-der möchten
ihren eigenen bayerischen Gesprächskreis unter dem Namen CSK haben.
Wir vom AEK wünschen unseren bayerischen Freunden dazu viel Glück.
Der AEK gewinnt dadurch an Dynamik und ungebremst basisdemokratischer
Unabhängigkeit, um im Sinne der CDU und ihres Anspruchs auf
demokratische Vielfalt mit christlicher Mündigkeit sein Engagement für ein
besser erkennbares breites und überzeugendes Profil zum Ausdruck zu
bringen.
Es ist entweder böswillig oder die Frucht einer mangelnden Erkenntnis, wenn
ehemalige CSU-Gründungsmitglieder unserer Initiative unserem Sprecher
wider besseres Wissen unterstellen, er verfolge einen harschen Konfrontati-
onskurs gegen Angela Merkel. Das ist schlichtweg falsch. Als unser
Sprecher hat Martin Lohmann in jedem (im Internet auch frei recherchier-
baren) Interview unsere Gesprächsbereitschaft signalisiert und den Willen, in
der CDU und nirgendwo sonst mitzutun. Er hat die CDU-Vorsitzende gar in
Schutz genommen und dafür plädiert, keine "vorauseilende Ängstlichkeit" zu
produzieren, weil Merkel schließlich als überzeugte Demokratin Parteivor-
sitzende ist. Zu Recht: Angela Merkel weiß selbstverständlich, dass sie vor
enga-gierten Katholiken keine Angst haben muss. Zu Recht hat der AEK
aber auch die Störfeuer gegen sich, die sich ausnahmslos aus mangelnder
Informiertheit speisen, als ärgerlich empfunden.
Wir bedauern es, wenn ein CSU-Abgeordneter die angstfreie und engagierte
Wortmeldung überzeugter Demokraten und mündiger Katholiken miss-
versteht und möglicherweise Angst davor hat, notwendige kritische Äuße-
rungen und inhaltlicher Widerspruch „von unten“ könnten in einer demokra-
tischen Partei „von oben“ als nicht genehm empfunden werden. Wir respek-
tieren diese Haltung, distanzieren uns aber von jeder Ängstlichkeit und man-
gelnder Diskussions- und Konfliktbereitschaft. Der AEK steht vielmehr für
den Diskurs, eine faire und lebendige Dialogkultur, demokratischen Mut und
das Aushalten von Widerspruch. Der AEK versteht sich als berechtigter Teil
eines notwendigen Pluralismus innerhalb der CDU. Auch deshalb stellen wir
uns vor unseren Sprecher Martin Lohmann, der genau diesen demokra-
tischen Anspruch verkörpert.
“Die Welt”: “Einig nur gegen Merkel” (16.02.2010)
In verschiedenen Pressemitteilungen ist heute von einer Spaltung” des
AEK die Rede. “Die Welt” berichtet, mit den beiden AEK-Mitbegründern Dr.
Thomas Goppel und Norbert Geis MdB (beide CSU) würden sich “die bei-
den profiliertesten Köpfe von der neuen konservativen Formation innerhalb
der Partei” abwenden und innerhalb der CSU eine Gruppierung namens
Christlich-Soziale Katholiken (CSK) bilden.”Der zentrale Unterschied” sei,
dass man den von AEK-Sprecher Martin Lohmann gepflegten “harschen
Konfrontationskurs gegen die CDU-Vorsitzende Angela Merkel” nicht
mitmachen wolle. Fast identisch formuliert die Süddeutsche Zeitung.
Wortwörtlich wird Dr. Goppel in der “Welt” wie folgt zitiert: “Störfeuer
sind lustig, aber die bengalischen Feuer von Herrn Lohmann sind uns
dann doch ein bisschen zu heftig gewesen”.
Dr. Goppel führte hierzu später wortwörtlich aus: “Die ‘bengalischen Feuer’
waren nicht personifiziert auf Herrn Lohmann gemünzt gemeint, sondern
dergestalt, dass wir, die ChristSozialen Katholiken (CSK) in der CSU, so
aufgestellt sind, unsere Pfade mit bengalischen Feuern auszuleuchten und
dabei Menschen, die uns des Weges kommen, mitzunehmen ohne sie erst
zu fragen ‘Bist du für uns oder gegen uns?’, um sie dann nach einem
Schema zu klassifizieren und ggf. eines besseren belehren zu wollen...
Letztlich kann freilich das Missverständnis ganz einfach auch aus einem
Verbindungs- bzw. Verständigungsproblem zwischen Ihrem Büro Berlin
und dem Handy in der freien Natur Italiens resultieren!” Welt-Redakteur
Robin Alexander teilte mit, seine Aufzeichnungen gäben o.g. Zitat so
wieder.