Der AEK erwartet, dass die in der CDU durch den Rückzug
des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch entstehende
Lücke bald geschlossen werde. „Ähnlich wie Friedrich Merz
stand Koch für eine wertorientierte und berechenbare
wirtschaftspolitische und im besten Sinne konservativ-
bürgerliche Kompetenz“, sagte AEK-Sprecher Martin
„nicht leicht zu schließen sein, muss aber dringend und rasch
geschlossen werden. Alles andere käme einem Offenbarungs-
eid der Partei gleich, den sie sich weder leisten kann noch
leisten darf.“ Zu befürchten seien „existenzielle Irritationen“.
Die CDU, so Lohmann weiter, brauche dringend „profilierte
Konservative, die immer wieder auf den unverwechselbaren
Kern dieser Partei und der damit verbundenen menschen-
gerechten Politik aus christlicher Verantwortung verweisen“.
Deshalb sei mit Kochs Abgang „ein äußerst kritischer Punkt
für unsere Partei erreicht“. Insbesondere bei vielen Jüngeren
in der Union sieht Lohmann eine große Sympathie für
konservatives Gedankengut. Nach neuesten Erhebungen sind
im AEK rund 30% der Mitglieder unter 35 Jahren alt.
Vertreter des AEK trafen sich am Mittwoch in der Berliner
CDU-Zentrale mit CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
AEK-Sprecher Martin Lohmann zeigte sich zufrieden mit dem
mehr als zweistündigen Gespräch. Es gebe ein hohes
Interesse der Parteiführung an einer Zusammenarbeit mit dem
AEK und an einer Einbindung der Konservativen in der CDU.
Der CDU-Generalsekretär wiederholte seine Aussage, dass er
jede Initiative begrüße, die konstruktiv in der CDU mitarbeiten
wolle. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen. Der
Wunsch des Arbeitskreises, auch mit der Parteivorsitzenden
Angela Merkel zu sprechen, bleibe bestehen, sagte Lohmann.