AEK
Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU
Wer ist der AEK?
Der Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU (AEK) ist eine
Initiative katholischer Christen in der Christlich Demokratischen Union,
die sich zusammengefunden haben, um ihre Interessen innerhalb der CDU zu
artikulieren. Im Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU (AEK) schließen
sich katholische Mitglieder in der CDU zusammen, die auf der Grundlage
ihres Glaubens in ihrer Partei einen Beitrag zu einer vor Gott verantworteten
Politik leisten wollen. Im AEK ist aber jeder katholische Christ willkommen
unabhängig von der Tatsache, ob er Mitglied in der CDU ist oder nicht.
Wir verstehen uns insofern als Brücke zwischen Partei und Kirche. Der AEK will
grundsätzlich jeden katholischen Christen zum politischen Engagement ermutigen.
Ziel und Aufgabe des AEK ist es, dass Katholiken sich wieder stärker in der
Politik der CDU wiederfinden, um diese als aktive Mitglieder für die CDU
zu gewinnen. Wir sind der Auffassung, dass das „C“ in der Partei zu wichtig ist,
um es tagespolitischen Notwendigkeiten zu opfern. Wir wollen verhindern, dass
vor allem katholische Wähler der CDU durch Wahlenthaltung oder Abwanderung
zu anderen Parteien zunehmen den Rücken kehren. Es ist uns nicht egal, dass die
Unionsparteien in den vergangenen Jahren fast vier Millionen Wähler verloren haben.
Es lässt uns nicht gleichgültig, dass die Unionsparteien in den vergangenen Jahren
mehrere Hundertausend Mitglieder verloren haben.
Wir laden alle engagierten Katholiken, denen die Zukunft Deutschlands nicht
egal ist, zur Mitarbeit ein. Dabei legen wir ein Hauptaugenmerk auf die
vertrauensvolle Zusammenarbeit der Konfessionen in der CDU und die
kritische Loyalität innerhalb der Ökumene. Unser Vorbild ist der Evangelische
Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) , der seit 1952 besteht und sich hohe Verdienste
um die Artikulation christlicher Positionen in unseren Parteien erworben hat. Wir
stehen für ein klares und erkennbares Miteinander von evangelischen und
katholischen Christen in der Politik. Wir verstehen uns daher als ökumenische
Ergänzung des EAK.
Wir sehen den Menschen als Ebenbild Gottes. Der AEK will deshalb, dass sich
die Politik wieder stärker auf die Fundamente römisch-katholischen Glaubens,
insb. das christliche Menschenbild besinnt und sich wieder stärker an der u.E.
verbindlichen Grundordnung, die uns die Heilige Schrift vermittelt, orientiert.
Hierbei wissen wir, dass es keine „christliche Politik“ geben kann. Wohl aber eine
fundierte Politik aus christlicher Verantwortung. Diese weiß, dass Freiheit für den
Menschen nur dann ihre volle Wirksamkeit entfalten kann, wenn sie zu Verantwortung
und Bindung ermutigt und verbindliche Werte voraussetzt. Menschenrechte und
Einsatz  für die Menschenwürde sind elementar, diese gelten nach unserem
Verständnis aber nicht erst mit der Geburt. Und auf gar keinen Fall hören diese auf
zu existieren, wenn ein Mensch schwer krank oder altersgebrechlich wird.
 
Der AEK ruft zur Achtung der Zehn Gebote auf. Diese sind Gebote, keine
unverbindlichen Vorschläge. Sie zu achten, ist für uns notwendige Voraussetzung
eines gelingenden Lebens. Denn was ist wichtig im Leben? Gesundheit, Familie,
persönliche Ehre und Wahrhaftigkeit in allen Beziehungen! Und natürlich auch
materielle Unabhängigkeit. Wie erlangt der Mensch dies am besten? „Ein neues Gebot
gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit
auch ihr einander liebhabt.“ (Johannes 13,34).
Auch für die CDU hat Herr Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels, Gründungsmitglied des AEK,
Zehn Gebote formuliert, die wir jedem Mitglied zur sorgsamen Lektüre anempfehlen.
Unsere Themen Gerechtigkeit, Menschenwürde, Lebensschutz, Bildung und
Familie verlangen mutige Positionen.
Footer Text: Lorem ipsum dolor
© AEK/CS
Aus der Verlautbarung des Apostolischen Stuhls
Nr. 158 vom 24. November 2002 "Lehrmäßige Note
zu einigen Fragen über den Einsatz und das
Verhalten von Katholiken im politischen Leben"
“Es ist nicht Aufgabe der Kirche, konkrete Lösungen – oder gar
ausschließliche Lösungen – für zeitliche Fragen zu entwickeln,
die Gott dem freien und verantwortlichen Urteil eines jeden
überlassen hat. Es ist freilich Recht und Pflicht der Kirche,
moralische Urteile über zeitliche Angelegenheiten zu fällen,
wenn dies vom Glauben und vom Sittengesetz gefordert ist. Der
Christ ist gehalten, „berechtigte Meinungsverschiedenheiten in
Fragen der Ordnung irdischer Dinge“ anzuerkennen. Zugleich ist
er gerufen, sich von einer Auffassung des Pluralismus im Sinn
eines moralischen Relativismus zu distanzieren, die für das
demokratische Leben selbst schädlich ist. Dieses braucht wahre
und solide Fundamente, das heißt ethische Prinzipien, die auf
Grund ihrer Natur und ihrer Rolle als Grundlage
des sozialen Lebens nicht „verhandelbar“ sind.
Die Kirche ist sich bewusst, dass der Weg der Demokratie
einerseits die direkte Mitwirkung der Bürger an den politischen
Entscheidungen am besten zum Ausdruck bringt, andererseits
aber nur in dem Maß möglich ist, in dem er ein richtiges
Verständnis über die Person zur Grundlage hat. Der Einsatz der
Katholiken kann bezüglich dieses Prinzips keinem Kompromiss
nachgeben, denn sonst würden das Zeugnis des christlichen
Glaubens in der Welt und die innere Einheit und Kohärenz der
Gläubigen selbst aufgegeben. Die demokratische Struktur, auf
die sich der moderne Staat aufbaut, wäre ziemlich schwach,
wenn sie nicht die zentrale Bedeutung der Person zu ihrem
Fundament machen würde. Es ist in der Tat die Achtung vor der
Person, die die demokratische Teilnahme ermöglicht.
Wenn die politische Tätigkeit mit moralischen Prinzipien
konfrontiert wird, die keine Abweichungen, Ausnahmen oder
Kompromisse irgendwelcher Art zulassen, dann ist der Einsatz
der Katholiken deutlicher sichtbar und mit größerer
Verantwortung verbunden. Geht es um diese grundlegenden,
unaufgebbaren ethischen Forderungen,  müssen die Gläubigen
wissen, dass der Kern der moralischen Ordnung auf dem Spiel
steht, der das Gesamtwohl der Person betrifft. Dies ist der Fall
bei den zivilen Gesetzen im Bereich der Abtreibung  und der
Euthanasie (nicht zu verwechseln mit dem Verzicht auf
therapeutischen Übereifer,  der – auch moralisch – erlaubt ist),
die das vorrangige Recht des Menschen auf Leben von seiner 
Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende schützen müssen. In
gleicher Weise ist an die Pflicht zu erinnern, die Rechte des
menschlichen Embryos zu achten und zu verteidigen. In analoger
Weise muss der Schutz und die Förderung der Familie gewährlei-
stet werden, die auf der monogamen Ehe zwischen Personen
verschiedenen Geschlechts gründet und die in ihrer Einheit und
Stabilität gegenüber den modernen Gesetzen über die Eheschei-
dung zu schützen ist. Andere Formen des Zusammenlebens
können der Familie in keiner Weise rechtlich gleichgestellt werden
noch als solche eine gesetzliche Anerkennung erhalten. Auch die
Freiheit der Eltern in der Erziehung  ihrer eigenen Kinder ist ein
unaufgebbares Recht, das zudem von den internationalen
Erklärungen der Menschenrechte anerkannt ist. “